Wie sieht die Beleuchtung der Zukunft aus? Wird sie nur heller und effizienter – oder auch intelligenter, digitaler und nachhaltiger? Antworten auf diese Fragen entstehen am R. STAHL Leuchtenstandort in Weimar. Hier werden nicht nur robuste Leuchten für explosionsgefährdete Bereiche gefertigt, sondern auch Technologien entwickelt, die ganze Industrien verändern könnten. Im Interview verrät Rico Schulz, welche Innovationen heute schon Realität sind und worauf sich die Kunden in den kommenden Jahren einstellen dürfen.
Herr Schulz, was zeichnet den R. STAHL Leuchtenstandort in Weimar besonders aus?
Rico Schulz: Unser Standort hat in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung vollzogen. Wir haben den kompletten Wandel hin zur LED-Technologie abgeschlossen und fertigen seit 2025 ausschließlich Leuchten mit LED-Lichtquellen. Das bedeutet für unsere Kunden höchste Energieeffizienz, lange Lebensdauer und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur CO₂-Reduktion. Besonders im explosionsgeschützten Bereich, in dem wir tätig sind, spielt Zuverlässigkeit eine zentrale Rolle – und genau dafür stehen wir.
Sie sprechen von Energieeffizienz. Welche weiteren Trends prägen die Zukunft der Beleuchtungstechnik?
Rico Schulz: Die Zukunft beginnt schon heute. Unsere Kunden erwarten nicht nur effizientes Licht, sondern intelligente Lösungen. Das heißt: Leuchten müssen in digitale Systeme eingebunden werden, die Transparenz über den Betriebsstatus schaffen und vorausschauende Wartung ermöglichen. Predictive Maintenance – also die vorbeugende Wartung noch vor einem möglichen Ausfall – ist hier ein wichtiges Stichwort. Gerade bei Sicherheitsbeleuchtung ist das ein enormer Vorteil.
Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung konkret?
Rico Schulz: Eine sehr große. Digitalisierung heißt bei uns nicht, Dinge komplizierter zu machen, sondern einfacher. Die Bedienung und Steuerung der Beleuchtungssysteme müssen intuitiv sein. Über Sensoren können wir zum Beispiel Tageslicht nutzen oder Bewegungen erfassen, sodass Leuchten nur dann eingeschaltet werden, wenn wirklich Bedarf besteht. Das spart nicht nur Energie, sondern verlängert auch die Lebensdauer unserer Produkte erheblich.
Sie haben von Sensorik gesprochen. Können Sie ein Beispiel nennen, wie das in der Praxis aussieht?
Rico Schulz: Nehmen Sie ein Lager, in dem nicht ständig Mitarbeiter unterwegs sind. Mit einem Anwesenheitssensor wird das Licht nur dann aktiviert, wenn tatsächlich jemand vor Ort ist. Sobald die Fläche verlassen wird, schaltet sich die Beleuchtung automatisch wieder ab. Das ist einfach, effizient und verlängert die Lebensdauer der Leuchten deutlich.
Blicken wir noch etwas weiter in die Zukunft. Was kommt nach LED und kabelgebundenen Systemen?
Rico Schulz: Wir arbeiten bereits daran, kabellose Kommunikation in der Beleuchtung zu ermöglichen. Heute laufen die meisten Signale noch über Kabel, aber künftig werden Wireless-Systeme eine entscheidende Rolle spielen. Hier geht es nicht nur darum, Signale von A nach B zu schicken, sondern auch um die IT-Sicherheit unserer Kunden. Wir übernehmen Verantwortung dafür, dass unsere Lösungen technisch innovativ sind und gleichzeitig die IT-Strukturen unserer Kunden nicht gefährden.
Was bedeutet all das für den Standort Weimar?
Rico Schulz: Weimar bleibt unser Herzstück. Hier entwickeln, prüfen und fertigen wir die Produkte, die unsere Kunden weltweit einsetzen. Wir haben ein starkes Team und moderne Strukturen – vom Entwicklungsgebäude über die Produktion bis zum neuen Logistikzentrum. Das gibt uns die Basis, auch in den kommenden Jahrzehnten Innovationen voranzutreiben und für Sicherheit sowie Nachhaltigkeit zu sorgen.
Wenn Sie in einem Satz zusammenfassen müssten: Wofür steht der Leuchtenstandort Weimar?
Rico Schulz: Für Kompetenz im explosionsgeschützten Bereich, für Innovationskraft und für die klare Haltung, dass wir heute schon die Lösungen entwickeln, die unsere Kunden morgen brauchen.











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