
Das Remote I/O-System IS1+ von R. STAHL ist die ideale Lösung für die aktuellen Anforderungen der Prozessindustrie. Denn es sorgt für die schnelle und zuverlässige Datenübertragung bis in explosionsgefährdete Bereiche der Zone 1 mit durchgängigem digitalem Zugriff auf alle Prozess- und Asset Management-relevanten Daten der Sensoren und Aktoren. Und selbstverständlich garantiert IS1+ die Einbindung über digitale High-Speed Ethernet-Netzwerke unter Verwendung moderner Real-time Protokolle wie PROFINET.
Das R. STAHL Remote I/O-System für die Zone 1 verwendet hierfür eigensichere Kommunikationsschnittstellen um Erweiterungen, Umbauten oder Wartungsarbeiten im Betrieb selbst bei explosionsfähiger Atmosphäre durchführen zu können – ganz ohne aufwändige Genehmigungen oder gar Abschaltungen. Die PROFIBUS DP und Modbus RTU Anschaltung basiert weiterhin auf dem eigensicheren RS485-IS Standard. Bei den Ethernet-Protokollen PROFINET, EtherNet/IP, Modbus TCP, HART-IP und OPC UA verwendet IS1+ die neue, standardisierte Ex i-Ausführung für 4-Draht-Ethernet mit 100Mbit/s: 100BASE-TX-IS. Die Spezifikation wurde von einem Firmenkonsortium vor einigen Jahren erarbeitet. Mit IS1+ steht jetzt die erste, ex-bescheinigte Lösung zur Verfügung. Damit können IS1+ Systeme über preiswerte Standard-CAT-Kabel und industrielle RJ45 Steckverbinder vernetzt und an einem eigensicheren Ethernet-Netzwerk in der Zone 1 betrieben werden.
Die für eigensichere Stromkreise bzw. Netzwerke erforderliche Ex i-Trennstufe ist in Form eines Medienkonverters, Typreihe 9723, ebenfalls verfügbar. Um die Längenbeschränkung von 100 m kupferbasiertem 100 Mbit/s Ethernet zu überwinden, setzt der Medienkonverter 9723 das eigensichere 100BASE-TX-IS in Lichtwellenleiter 100BASE-FX um. Je nach eingesetzter Variante sind mit Multimode-Kabeln bis zu 2 km, mit Singlemode-Kabeln sogar ca. 30 km erreichbar. Der Medienkonverter ist für die Installation in der Zone 1 bescheinigt – kann also z.B. auch vor Ort in den IS1+ Feldstationen integriert werden. Um auch LWL-seitig die Flexibilität der Eigensicherheit in der Zone 1 zu nutzen, entspricht die LWL-Schnittstelle der Spezifikation für Klasse 1 Laser nach DIN EN 60825-1. Dadurch benötigt diese Schnittstelle keine bescheinigte Zündschutzart „op is“ gemäß DIN EN 60079-28 „Schutz von Geräten und Übertragungssystemen, die mit optischer Strahlung arbeiten“. Das Stecken und Ziehen der LWL-Kabel im Betrieb in der Zone 1 ist jederzeit zulässig, insofern die Gegenstelle ebenfalls Klasse 1 oder „op is“ entspricht. Der Medienkonverter 9723 arbeitet vollkommen transparent. Es ist keine Konfiguration oder Parametrierung erforderlich. Lediglich eine Hilfsenergie-Versorgung von 24 V DC wird benötigt – 120…230 V AC ist in Vorbereitung.
Mit dem jetzt zur Verfügung stehenden Remote I/O Funktionspaket für die Zone 1 – eigensichere Ethernet-Anbindung, bis zu 16 anschließbare I/O-Module, Multiprotokoll-Unterstützung inkl. OPC UA und HART-IP, erweiterter Temperaturbereich -40…+75 °C – ist IS1+ die derzeit leistungsfähigste Lösung zur Einbindung konventioneller Sensoren und Aktoren in digitale Netzwerke. In Kombination mit den neuen Ethernet-APL Field Switches von R. STAHL eröffnet sich für den Anwender damit schon heute eine allumfassende Lösungsplattform für seine Digitalisierungsprojekte in explosionsgefährdeten Bereichen.
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